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Woza 2010!und ein bisschen Arbeit

Autor: Marie | Datum: 16 Juni 2010, 16:56 | 17 Kommentare

Seit fast 2 Wochen begleite ich Fransina, Sister Chrissie und Jo auf ihrem VCT Outreach in die Umgebung rund um Rehoboth, um Menschen auf HIV/AIDS zu testen.

Frueh morgens geht es los und wir machen uns auf dem Weg zu Farmen, kleinen Haeuseransammlungen und Schulen. Dick eingepackt in Decken und Pullover, denn in Sachen Hitze ist diese Wueste hier grade alles andere als heiss.

Der schoenste Moment des Tages ist fuer mich, wenn wir mitten in der Wuestenlanschaft anhalten und bei den ersten warmen Sonnenstrahlen ein Chickenfruehstueck geniessen. 

Ich hatte zuvor nicht wirklich viel mit der VCT-Arbeit zu tun und wurde von Maria eingewiesen, wie ich die Leute registriere und ihnen erklaer, was auf sie zukommt, wenn sie sich testen lassen.

Das Ergebnis gibt es schon innerhalb von 15 Minuten und die eigentliche Arbeit ist das Counselling vorher und nachher. Besonders wenn ein Patient positive getestet wurde ist das fuer die Person immer sehr energieraubend- poor Sister Chrissie..

Ich muss zugeben ich habe immer gedacht, dass sehr viele Menschen, die getestet werden, dann auch positive sind, aber in einigen Regionen konnte man anhand der Ergebnisse ein erfreuliches Feedback bekommen. Die Leute geben auf sich Acht und wissen um die Ansteckungsgefahr. Wichtig ist, dass wir niemanden draengen sich testen zu lassen, weil die Gefahr dann ist, das der oder diejenige im schlimmsten Fall nicht bereit fuer das Ergebnis ist.

Problematisch ist es wenn einige Leute denken: "Yeah I'm clean" und dann alle Vorsicht vergessen, weil sie denken ihnen kann nichts mehr passieren.

Manchen Menschen sehe ich es bei der Registrierung schon an, weil sie entweder sehr duenn sind oder Hautprobleme haben, das ist dann irgendwie immer ein ganz komisches Gefuehl. Aber Fransi sagt immer: Don't judge the book on its cover!

Also versuche ich gar nicht darueber nachzudenken und habe oft ganz nette Gespraeche mit unterschiedlichsten Leuten. Farmarbeiter/innen, Schuelern,und alten Leuten. Mal im Ernst, die sind am schwierigsten, weil sie einfach nicht zuhoeren!!!

An einem Tag der letzten Woche waren wir im Agriculture College, einem tollen alten Bau mitten im Nichts. Dort gab es riesige Schweine, Pferde, Ziegen und eine sehr nette Antie hat mir alles gezeigt, sodass ich total die Zeit vergessen habe und schon mit dem Auto gesucht wurde... Das alte Bauernhaus mit seinem runden Hof hat mir total gefallen. In einem Zelt wurde Gemuese aufgezogen und fuer die Rueckfahrt haben wir uns eine riesige Gurke gekauft und gegessen..super gut!

Unser Grueppchen ist schon lustig und das macht die Arbeit zum Vergnuegen. Ich lerne eine Menge, vom Umgang mit den verschiedenen Leuten bis hin zu  Methoden wie Sister Chrissie mit den Patienten umgeht. Selber wuerde ich mir das Counselling aber nicht zutrauen!

Vieles laesst sich nur schwer erklaeren und ich glaube viele Eindruecke sacken erst viel spaeter.

Mir geht es hier sehr gut, besonders im Moment, wo Namibia mit der WM mitfiebert. Jona und ich gehen zu Felicias Familie, einer Freundin aus der Youth, die mit mir joggen geht,weil die den Kanal NBC haben!Als Deutschland dieses Fantastische Spiel hingelegt hat, haben sie sich sehr fuer die "Langnasen" gefreut:) Und wir uns auuuuuuuch!!!!hehe Schon frueh morgens hoert man die Vuvuzelas troeten und vor dem Supermarkt werden Riesenbrillen und Trickots verkauft.

Bafana, Bafana:)

Liebste Gruesse in den Sommer!

Eure Marie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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