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Stop Human Trafficking Project B1

Autor: Marie | Datum: 26 Mai 2010, 17:47 | 25 Kommentare

In der letzten Woche bekamen wir Besuch und ich moechte euch ein bisschen davon erzaehlen.Eine Gruppe Frauen vom Projekt “Stop Human Trafficking” kam zu Besuch. Es geht darum, dass auf der B1 in Namibia unendlich viele Sexworker stehen und von den Truckfahrern eingesammelt und irgendwo wieder abgesetzt werden.

HIV/AIDS kennt so keine Grenzen und wird vom Sueden hoch in den Norden getragen und weiter nach Angola und Suedafrika.

Die Arbeitsbedingungen der Truckfahrer sind unwuerdig, viele sehen ihre Familien nicht und viele haben gar kein Zuhause mehr wegen dem staendigen Fahren! Sie sind alleine, Beifahrer sind nicht erlaubt. Nur sie und der riesige Truck, alleine ueber tausende von Kilometern!

Da kommen die Sexworker dazu. Alleine, ebenfalls ausgestossen von der Gesellschaft und ohne Perspektive.

Eine Frau von der B1, Maria, war mit dabei und erzaehlte uns ihre Geschichte. Alleine vom Zuhoeren ist mir echt anders geworden.

Viele Maedchen werden entfuehrt, verschwinden einfach oder werden als Ehefrauen von ihren Maennern verkauft. Andere wurden frueh schwanger, die sogenannten “school drop outs”! Die Familie verstoesst sie und sie landen auf der B1. In ihren Augen gibt es keine andere Moeglichkeit.

Jede kaempft fuer sich und ohne Einfluss von Drogen und Alkohol haelt es niemand in der Dunkelheit aus, sagt Maria. “Wenn du so einen grossen Hunger hast moechtest du nur, dass einer dir zuwinkt und dich mitnimmt. Du weisst nie wohin es geht, ob er ein Messer oder anderes dabei hat! Dennoch sind es meine Brueder. Wir sitzen im Fahrerhaus, hoch ueber allen- jetzt stehen wir ueber allen und sehen selbst auf einen schicken BMW hinab! Wir essen Take away und es ist warm.”

Es hat mich getroffen, wie sie so erzaehlt hat, eine duenne muede dreinblickende Frau.

Nach 3 Tagen wenn die Frau stinkt, weil es ja keine Waschmoeglichkeiten gibt wird sie gegen eine “Andere” ausgewechselt. Wenn sie Pech hat und der Fahrer Sorge hat nicht ueber die Grenze zu kommen, ohne das sie entdeckt wird, landet sie irgendwo auf der B1, mitten im Nichts! Andere haben mehr “Glueck” und schaffen es in Kisten hinter dem Fahrersitz versteckt ueber die Grenze zu kommen.

Mit einem laecheln sagte Maria:”Ich kann die Polizisten draussen hoeren, wie sie alles raus und wieder einraeumen – auch meine Kiste! Aber mich finden sie nie.”

Einmal Prostituierte und alle reden sie ueber dich, ich kuemmere mich nicht darum und gehe in die kirche aber viele meiner Schwestern von B1 sehnen sich nach Gottes Wort. Wie aber eine Kirche betreten wenn jeder weiss ich gehe zurueck an die Strasse!”

Sie hatte ein Baby, dass gestorben ist und sehr viele werden schwanger.

Einige Sexworker von B1 wurden in Home Base Care HBC trainiert, dass sie fuer 150 N$ pro Monat einen Patienten besuchen und versorgen. Keine dieser Frauen ging zurueck auf die Strasse!, Irgendwann zogen Sponsoren ihre Gelder zurueck, wie das hier gerade laufend passiert und den Frauen blieb keine andere Wahl als zurueckzukehren…

Ein paar von ihnen, darunter auch Maria wollten verstaendlicherweise nicht in diesen Horror zurueck! Sie gruendeten mit Hilfe dieser Frauen vom heutigen Besuch die Gruppe “King dauaghters” die jetzt gerade mit dem Projekt “Stop Human Trafficking” vom Sueden bis in den Norden fahren und das problem veroeffentlichen.

Gerade jetzt muss darauf aufmerksam gemacht werden! Fuer die WM in Deutschland verschwanden 40 Tausend Afrikanerinnen und das ist ein Fakt und nicht bloss Gerede! Das ist so wiederlich! Auch jetzt gibt es schon immer wieder Artikel im “The Namibien”, ueber zum Beispiel eine verschwundene 13 jaehrige. So etwas darf es einfach nicht geben aber wie es scheint tut es das! Ich mein, jeder weiss, dass solche Dinge passieren oder?! Trotzdem ist es so schrecklich davon zu hoeren.

Ich kann den Nachmittag lange nicht so rueberbringen wie ich ihn empfunden habe aber ich hoffe ihr nehmt etwas davon mit.

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